In einem Teammeeting setzt immer dieselbe Person die Richtung, während andere kaum noch widersprechen. Für eine Führungskraft kann das nach Dominanz einer Einzelperson aussehen. Gleichzeitig kann sich darin ein Muster des ganzen Teams zeigen: Die Gruppe hat sich daran gewöhnt, dass eine Person vorangeht, andere absichern und kritische Einwände ausbleiben. Wer nur mit der sichtbaren Person spricht, verändert wenig am Zusammenspiel.
Wir führen die Teilnehmenden an zentrale Perspektiven aus Gruppendynamik, Teamrollen, Normenbildung und informeller Ordnung heran. Dabei eröffnen wir den Blick auf die Wechselwirkung zwischen individuellem Verhalten und Teamprozess und nutzen dafür Ansätze aus der psychologischen Forschung, zum Beispiel Feldtheorie, gruppendynamische Grundannahmen und Modelle zur Rollenverteilung in Teams. Es geht darum, den Blick von einzelnen Personen auf deren Interaktionen zu erweitern und dadurch mehr Sicherheit und Handlungsfähigkeit in der Führung von Teams zu entwickeln.
Dabei beziehen wir konkrete Fälle der Teilnehmenden ein, um den direkten Transfer in den Führungsalltag zu ermöglichen. Unsere Trainer arbeiten mit Fallskizzen, Beobachtungsübungen und Situationen aus der Praxis der Gruppe. Die Teilnehmenden prüfen eigene Deutungen, vergleichen mögliche Ansatzpunkte und leiten daraus nächste Führungsschritte ab. Das Format wird an Führungsebene, Teamkontext und Anlass angepasst.
Nach dem Workshop …
Für Young Professionals ist dieser Workshop nicht als Standardformat vorgesehen. Wenn es um Zusammenarbeit, Kommunikation oder Orientierung in neuen beruflichen Rollen geht, empfehlen wir für Young Professionals eher Systemische Gesprächstechniken oder Verhandeln und Überzeugen. Gerne entwickeln wir für euren konkreten Bedarf auch ein individuelles Format – kontaktiert uns dafür gerne.
Für Fachkräfte ohne Führungsverantwortung ist dieser Workshop nicht als Standardformat vorgesehen. Wenn es um Klärung, Abstimmung, fachlichen Einfluss oder Kommunikation in Projekten und Schnittstellen geht, empfehlen wir für Fachkräfte eher Systemische Gesprächstechniken oder Verhandeln und Überzeugen. Gerne entwickeln wir für euren konkreten Bedarf auch ein individuelles Format – kontaktiert uns dafür gerne.
Führungskräfte sehen im Teamalltag oft zuerst das Verhalten einzelner Personen: jemand dominiert, jemand zieht sich zurück, jemand übernimmt zu wenig Verantwortung. Nach dem Workshop können sie solche Situationen stärker im Zusammenhang mit Teamdynamiken, Rollen und unausgesprochenen Regeln einordnen. Sie gewinnen mehr Sicherheit darin, passende Führungsansätze zu wählen, statt vorschnell nur bei einzelnen Personen anzusetzen.
Wir betrachten Teamprozesse nicht als simples Phasenmodell. In echten Teams laufen Rollenbildung, Zugehörigkeit, Konkurrenz, Rückzug, Verantwortung und informelle Regeln selten sauber nacheinander ab. Führungskräfte brauchen deshalb keinen schnellen Etikettenwechsel, sondern eine bessere Beobachtungsperspektive.
Vor dem Workshop klären wir mit euch, welche Teamsituationen in eurer Organisation besonders relevant sind. Das können neu zusammengesetzte Teams, gewachsene informelle Rollen, Reorganisationen, Spannungen zwischen alten und neuen Mitgliedern, Rückzug einzelner Personen oder unklare Verantwortung im Team sein. Daraus setzen wir Schwerpunkte, die zur Führungsebene und zum Auftrag passen.
Unsere Trainer verbinden psychologisches Expertenwissen, systemisches Denken, Moderationserfahrung und praktische Arbeit mit Teams in unterschiedlichen Organisationen. Dadurch können wir Teamdynamiken menschlich und organisational einordnen, ohne einzelne Personen vorschnell zum Problem zu machen.
Nein. Der Workshop ist standardmäßig für Führungskräfte konzipiert. Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, Teamprozesse besser zu beobachten, einzuordnen und daraus bewussteres Führungsverhalten abzuleiten.
Konflikte können Thema sein, aber der Workshop ist kein reines Konflikttraining. Es geht breiter um Teamdynamiken, Rollen, Normen, Zugehörigkeit, Verantwortung, Abgrenzung und wiederkehrende Interaktionen.
Der Workshop eignet sich besonders, wenn Teams nach Wachstum, Reorganisation, Personalwechseln oder neuen Aufgaben nicht richtig in Arbeitsfähigkeit kommen oder wenn Führungskräfte Dynamiken im Team besser verstehen möchten.
Dieser Workshop ist standardmäßig für Führungskräfte konzipiert. Für Fachkräfte empfehlen wir je nach Bedarf eher Systemische Gesprächstechniken oder Verhandeln und Überzeugen.
Ja. Online arbeiten wir mit konkreten Fallsituationen, Analysephasen, Reflexion und Austausch in Kleingruppen.
Die Teilnehmenden bringen eine Teamsituation mit, die sie besser einordnen möchten. Vorab klären wir Führungsebene, Teamkontext und typische Anlässe, damit Beispiele und Schwerpunkte zur Organisation passen.
Bereit, Teamdynamiken klarer einzuordnen?
