Ein Auftrag wird besprochen, alle nicken, später zeigt sich: Die Beteiligten hatten unterschiedliche Vorstellungen davon, was genau erreicht werden soll. Niemand hat absichtlich aneinander vorbeigeredet. Trotzdem bleiben Erwartungen offen, Erfolgskriterien unscharf und Verantwortlichkeiten nur halb geklärt. Oft sind es dann dieselben Personen, die nachklären, entscheiden und die Richtung vorgeben müssen. So entsteht mit der Zeit weniger Eigenständigkeit und mehr Rückversicherung.
Wir arbeiten mit ausgewählten Fragetechniken aus dem systemischen Coaching und übertragen sie auf normale Arbeitsgespräche. Die Teilnehmenden lernen, Aufträge präziser zu klären, Perspektiven sichtbar zu machen, Verantwortung bewusster zu verorten und nächste Schritte verbindlicher zu formulieren. Systemische Fragen werden dabei als Teil eines größeren Gesprächsrepertoires verstanden: Manchmal braucht es eine klare Antwort, manchmal fachliche Orientierung, manchmal eine Entscheidung und manchmal eine Frage, die das Gegenüber stärker ins eigene Denken bringt.
Unsere Trainer arbeiten mit realen Situationen aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmenden. Beispiele werden gemeinsam geschärft, passende Fragen erprobt und auf die jeweilige Rolle übertragen. Je nach Gruppe liegt der Schwerpunkt stärker auf Führung, Projektarbeit, Anleitung, Berufseinstieg oder Schnittstellenkommunikation.
Nach dem Workshop …
Young Professionals arbeiten fachlich sauber, stehen aber oft vor Aufgaben, bei denen Erwartungen, Feedback oder Erfolgskriterien nicht ausdrücklich benannt werden. Nach dem Workshop können sie gezielter klären, was erwartet wird, woran gute Arbeit erkennbar ist und welche Unterstützung sie brauchen. So gewinnen sie mehr Orientierung, ohne auf ständige Rückversicherung angewiesen zu sein.
Fachkräfte stecken tief in ihrem Thema und übernehmen häufig Verantwortung in Projekten, Schnittstellen oder bei der Anleitung anderer. Nach dem Workshop können sie systemische Fragen nutzen, um Ziele, Zuständigkeiten und nächste Schritte früher und verbindlicher zu klären. Das hilft besonders dort, wo fachliche Expertise allein nicht ausreicht, weil Erwartungen, Verantwortlichkeiten oder Erfolgskriterien unausgesprochen bleiben.
Führungskräfte werden schnell zur zentralen Klärungsstelle, besonders wenn Mitarbeitende mit operativen Fragen oder Entscheidungsbedarf zu ihnen kommen. Nach dem Workshop können sie systemische Fragetechniken nutzen, um Mitarbeitende stärker ins eigene Denken zu bringen, anstatt immer wieder selbst die Lösung vorzugeben. Sie erweitern ihr Führungsrepertoire um eine Gesprächsform, die Anliegen klärt, Selbstständigkeit fördert und operative Überlastung reduziert.
Unsere Trainer bringen systemische Gesprächstechniken nicht nur theoretisch mit, sondern arbeiten selbst als ausgebildete und erfahrene Coaches. Gleichzeitig kennen sie Rollen, in denen Coaching nicht der eigentliche Auftrag ist: Beratung, Projektarbeit, Führungskräfteentwicklung, Moderation und Zusammenarbeit in Organisationen.
Dadurch haben wir ein gutes Gefühl dafür, wann systemische Fragen wirklich hilfreich sind und wann sie fehl am Platz wären. Eine Führungskraft, eine Fachkraft oder ein Young Professional kann nicht einfach „coachend“ auftreten, nur weil eine Fragetechnik gut klingt. Die Frage muss zur Rolle, zur Situation und zum gewünschten Ergebnis passen.
Genau an dieser Übersetzung arbeiten wir im Workshop. Wir zeigen, wie systemische Fragetechniken in normale Arbeitsgespräche integriert werden können: ohne künstliche Coachinghaltung, ohne therapeutischen Ton und ohne die eigene Rolle zu verlassen.
Nein. Der Workshop vermittelt ausgewählte systemische Fragetechniken für den Arbeitsalltag. Die Teilnehmenden erweitern ihr Gesprächsrepertoire, ohne eine Coachingrolle übernehmen zu müssen.
Ja. Führungskräfte nutzen die Techniken vor allem, um Verantwortung bewusster zu verorten, Mitarbeitende stärker ins eigene Denken zu bringen und operative Überlastung zu reduzieren.
Ja. Fachkräfte nutzen die Techniken zur Auftragsklärung, Zielklärung, Anleitung anderer oder Abstimmung in Projekten und Schnittstellen.
Ja. Young Professionals profitieren besonders, wenn sie Erwartungen, Feedback und nächste Schritte aktiver klären möchten.
Ja. Online arbeiten wir mit konkreten Fällen, Arbeitsphasen, Breakouts und Transfer auf eigene Gesprächssituationen.
Wir klären vorab Zielgruppe, typische Gesprächssituationen und gewünschten Schwerpunkt. Daraus passen wir Beispiele, Übungen und Transferaufgaben an.
Bereit, Gespräche klarer zu führen?
