Konflikte gehören zum Arbeitsalltag – besonders dort, wo unterschiedliche Persönlichkeiten, anspruchsvolle Teamkonstellationen und hohe Leistungsanforderungen aufeinandertreffen. Viele davon werden nicht konstruktiv bearbeitet: Sie wirken fort, blockieren die Zusammenarbeit, belasten die Atmosphäre und sind dabei für Außenstehende nicht immer sichtbar.
In diesem Workshop geht es darum, Konflikte frühzeitig zu erkennen, ihre Dynamik zu verstehen und aktiv anzugehen, bevor sie sich festsetzen oder eskalieren. Die Teilnehmenden arbeiten mit dem Eskalationsmodell nach Glasl, um einzuschätzen, auf welcher Stufe sich ein Konflikt befindet und welche Reaktion wann sinnvoll ist. Dabei wird auch geklärt, wann ein Konflikt noch selbst gelöst werden kann und wann externe Unterstützung durch Moderation oder Mediation der passendere Weg ist.
Die Grundlage des Workshops ist eine systemische Haltung: Konflikte werden nicht als individuelle Fehler, sondern als Teil von Beziehungs- und Organisationsdynamiken verstanden. Im Format der kollegialen Fallberatung bringen die Teilnehmenden eigene Konfliktsituationen ein und erarbeiten gemeinsam Handlungsoptionen – mit Peer-Feedback und Rückmeldung der Trainer. So entsteht ein geschützter Rahmen, in dem auch schwierige Themen offen besprochen werden können.
Nach dem Workshop …
Wer noch am Anfang der beruflichen Persönlichkeitsentwicklung steht, hat im Umgang mit Konflikten im professionellen Kontext oft wenig Erfahrung. Spannungen werden ausgesessen, und wenn es doch zur Eskalation kommt, fehlen häufig die Werkzeuge, um professionell damit umzugehen. Nach dem Workshop können die Teilnehmenden Konflikte früher erkennen, benennen und konstruktiv ansprechen – bevor aus einer Verstimmung ein festgefahrener Konflikt wird.
Fachkräfte in projektbasierten und komplexen Organisationsstrukturen übernehmen häufig koordinierende Rollen oder fachliche Verantwortung, zum Beispiel im Product Ownership, in Projektverantwortung oder als zentrale Ansprechpersonen, oft ohne disziplinarische Führung. Konflikte entstehen dabei nicht nur über Rollen und Aufgaben, sondern auch über knappe Ressourcen, unterschiedliche Werte, Schnittstellen oder verdichtete Anforderungen. Nach dem Workshop können die Teilnehmenden solche Konfliktdynamiken besser einordnen, konstruktiv ansprechen und erste Lösungswege entwickeln.
Führungskräfte sind im Konfliktfall selten neutral: Sie werden als vermittelnde Person angerufen, sind manchmal selbst Teil der Dynamik und müssen gleichzeitig entscheiden, ob und wie eingegriffen wird. Nach dem Workshop können sie Konfliktsituationen differenzierter einschätzen und besser entscheiden, wann ein Team selbst handlungsfähig ist und wann externe Unterstützung durch Moderation oder Mediation sinnvoll wird. Sie gewinnen mehr Sicherheit darin, Konflikte in ihrer Rolle professionell zu begleiten, ohne sie allein tragen zu müssen.
Wir betrachten Konflikte nicht als individuelles Fehlverhalten einzelner Personen, sondern als Teil von Beziehungs-, Rollen- und Organisationsdynamiken. Dadurch geht es im Workshop nicht nur darum, „richtig“ zu kommunizieren, sondern Konflikte in ihrem Kontext zu verstehen: Welche Erwartungen, Zuständigkeiten, Werte, Ressourcen oder unausgesprochenen Muster wirken in die Situation hinein?
Vor dem Workshop klären wir mit euch, welche Konfliktsituationen für eure Zielgruppe besonders relevant sind. Das können Spannungen im Team, Rollen- und Aufgabenklärung, Konflikte zwischen Bereichen, Projektkonflikte, Führungskonflikte oder wiederkehrende Reibungen im Arbeitsalltag sein. Daraus entwickeln wir ein Format, das zur Zielgruppe und zum organisationalen Kontext passt.
Unsere Trainer verbinden psychologisches Verständnis, systemische Perspektiven, Moderationserfahrung und praktische Arbeit mit Teams und Führungskräften. Dadurch schaffen wir einen geschützten Rahmen, in dem Konflikte weder dramatisiert noch verharmlost werden, sondern bearbeitbar werden.
Nein. Der Workshop ist keine Mediation konkreter Konfliktparteien. Die Teilnehmenden lernen, Konflikte besser einzuordnen, eigene Situationen zu reflektieren und passende Handlungsoptionen zu entwickeln.
Eigene Situationen sind hilfreich, aber nicht zwingend. Der Workshop kann mit typischen Fallbeispielen arbeiten. Besonders praxisnah wird er, wenn Teilnehmende reale Situationen anonymisiert einbringen.
Ja. Führungskräfte profitieren besonders, wenn sie Konflikte im Team besser einschätzen, ihre eigene Rolle klären und bewusster entscheiden möchten, wann sie eingreifen oder externe Unterstützung einbinden sollten.
Ja. Fachkräfte profitieren, wenn sie Konflikte in Projekten, Schnittstellen oder fachlichen Abstimmungen besser erkennen und konstruktiver ansprechen möchten.
Ja. Online arbeiten wir mit Fallskizzen, Reflexionsphasen, kollegialer Beratung, Breakouts und konkreten Handlungsoptionen für eigene Situationen.
Wir klären vorab Zielgruppe, typische Konfliktsituationen und gewünschte Schwerpunkte. Die Teilnehmenden können zusätzlich eigene Konfliktsituationen oder wiederkehrende Spannungen vorbereiten.
Bereit, Konflikte früher und konstruktiver zu bearbeiten?
