Die Max-Planck-Förderstiftung ist eine unabhängige, privatrechtlich organisierte Stiftung mit dem Ziel, die Max-Planck-Gesellschaft zu unterstützen – inklusive der Unterstützung ihrer Forschenden bei der Umsetzung ihrer Ideen in innovative Projekte. Mit der Start-up School bietet die Stiftung ein Programm, das Forschenden der Max-Planck-Gesellschaft die Möglichkeit gibt, sich erstmals mit der Welt des Unternehmertums auseinanderzusetzen – nicht als abstrakte Theorie, sondern als konkrete Karriereoption. Isabel Schulze leitet das Programm und war unsere Gesprächspartnerin für diese Referenz.
Die Start-up School der Max-Planck-Förderstiftung
Von der Forschung zur Gründung
Wenn Perfektion Innovation blockiert
Die MPF Start-up School verfolgt ein klares Ziel: Spitzenwissenschaftler:innen der Max-Planck-Gesellschaft aus einem wissenschaftlichen Mindset in ein unternehmerisches Denken zu führen. Doch das ist komplexer, als es klingt.
Das Problem: Diese wissenschaftliche Exzellenz und der Fokus auf Perfektion sind für Entrepreneurship eher hinderlich. Gründer müssen schnell iterieren, mit Unsicherheit umgehen und kreativ denken. Isabel Schulze beschreibt die Herausforderung: Die Teilnehmenden brauchten einen Raum, um ihr Denken aufzubrechen, einen geschützten Ort, wo Unvollkommenheit erlaubt ist und kreative Experimente nicht als Fehler gelten.
Zusätzlich war die Gruppe extrem divers: Verschiedene wissenschaftliche Disziplinen, viele internationale Teilnehmende, unterschiedliche Vorwissen im Bereich Ausgründung – aber alle mit demselben hohen akademischen Anspruch.
Unsere ganzheitliche Workshop-Begleitung
Wir wurden beauftragt, den Eröffnungs-Workshop der MPF Start-up School zu gestalten. Der 6-stündige Intensivworkshop legte die Grundlagen für das Programm. So gingen wir dabei vor:
Kreatives Aufbrechen statt akademischer Perfektionismus
Wir schufen einen geschützten Raum, in dem wir den Wissenschaftler:innen erlauben konnten, imperfekt zu sein. Das war nicht einfach, doch durch unsere Coaching-Erfahrung konnten wir auf Situationen eingehen, in denen Teilnehmende unsicher wurden, und sie gezielt unterstützen. Das war die zentrale Leistung: nicht einfach ein Workshop abspulen, sondern Menschen mitnehmen.
Hochflexible Partnerschaft
Isabel schätzt besonders: „Ihr passt euch an, ohne den Kern oder das Ziel aus den Augen zu verlieren, und ihr habt auch immer Verbesserungsvorschläge für das Konzept.“ Diese aktive Zusammenarbeit – nicht Standard-Durchführung, sondern gemeinsames Weiterentwickeln – war essentiell für den Erfolg.
Am Ende steht Messbare Innovation in der Wissenschaft
34 Vorgründungsprojekte pro Jahr
Von durchschnittlich 12-17 Teilnehmenden pro MPF Start-up School (5x im Jahr) identifizierten sich 34 Teilnehmende als potenzielle Gründer. Das ist für einen Workshop außergewöhnlich hoch und zeigt: Der Mindset-Switch funktioniert.
Kontinuierliches Wachstum
Das Konzept hat sich so bewährt, dass die Institute in der dezentralen Max-Planck-Struktur jetzt selbst aktiv anfragen, ob die Startup School auch bei ihnen stattfinden kann. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Zusammenarbeit funktioniert und sich die Nachricht organisch im Netzwerk verbreitet.
Vom Probebetrieb zur Standardisierung
Das Programm ist aus der Testphase in den kontinuierlichen Regelbetrieb übergegangen. Was bedeutet: Das Konzept funktioniert nicht nur theoretisch, sondern hat sich in der Praxis bewährt.
Erfolgsgeschichten aus der Community
Der schönste Moment: Teilnehmende aus früheren Workshops kommen zu späteren MPF Start-up Schools zurück: Nicht als Teilnehmende, sondern als Erfolgsstories, die anderen zeigen: „Das geht wirklich. Ich habe gegründet.“
„Ihr sagt ja eigentlich immer, wir kriegen das irgendwie hin und ihr macht es möglich – und das ist gerade heutzutage ganz, ganz wichtig. Egal ob das aus terminlicher Sicht ist oder inhaltlich, ihr passt euch an.“ (Isabel Schulze)
Workshop-Design für Innovation in etablierten Organisationen
Steht auch in Deiner Organisation die Herausforderung an, etablierte Experten zu innovativem Denken zu bewegen? Besonders in wissenschaftlichen Institutionen, Forschungsorganisationen und großen Unternehmen gibt es oft ein Dilemma zwischen „Perfektion & Sicherheit“ und „Experimente & Kreativität“.
Unsere Expertise liegt darin, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem dieser Mindset-Wechsel gelingen kann – nicht belehrend, sondern durch echte Erfahrung und ganzheitliches Verständnis für die Menschen dahinter.
Franziska Böhler

Deine Expertin für:
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Anton Bochmann

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